Eigenbau Windows XP Mode fuer Windows 7 – Teil 2

Oktober 23rd, 2009 No Comments »

Teil 2 -  Diese Anleitung bezieht sich auf VirtualBox.

Im zweiten Teil des Tutorials widme ich mich VirtualBox als Virtualisierer. Wie schon Virtual PC 2007 von Microsoft ist auch VirtualBox kostenlos verfügbar. Neben der Windows Version, gibt es auch Versionen für MacOS X, Linux sowie OpenSolaris.

Die Installation von VirtualBox verläuft ausser ein paar Sicherheitshinweisen und den Hinweis auf die Netzwerktreiberinstallation ohne Probleme unter Windows 7.

 

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Jetzt kann man beginnen die Virtuelle Maschine einzurichten. Wir wählen Windows XP aus der Vorauswahl.

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Den Arbeitsspeicher passen wir wieder auf 512MByte an.

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Jetzt wird die virtuelle Festplatte eingerichtet.

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Eine dynamisch wachsende Festplatte ist die beste Wahl, wenn man größere virtuelle Festplatten benutzen möchte.

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Ich wähle wieder 4GByte, für dieses Tutorial.

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Jetzt ist die virtuelle Maschine Startbereit.

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In den Einstellungen für die Virtuelle Maschine kann noch ein paar Optionen aktivieren (VT, 3D Beschleunigung und Größe des Grafikkartenspeichers, sowie ISO Images für die virtuellen CD/DVD Laufwerke.

Nun starten wir den virtuellen PC mit der eingelegten Windows XP CD (vorher Laufwerk oder Image in den Einstellungen auswählen!)

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Die Windows Installation verläuft genau wie beim “echten” Computer.

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Nach kurzer Installation ist das virtuelle Windows XP einsatzbereit.

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Jetzt installiert man die Gasterweiterungen von VirtualBox um das virtuelle System besser in das “echte” Windows 7 zu integrieren. Dazu wählt man im Menü der laufenden VM den Menüpunkt Gasterweiterungen installieren.

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Die Installation startet in der VM.

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Nach dem Neustart kann man das virtuelle Windows XP fast nahtlos in Windows 7 integrieren.

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Das virtuelle Windows XP ist nun dank Virtual Box nahtlos in das Windows 7 integriert. Alle Treiber wurden automatisch installiert und man kann gut damit arbeiten. Auch der Datenaustausch zwischen VM und Hostrechner funktioniert dank gemeinsamer Ordner und USB Unterstützung ohne Probleme.

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VirtualBox ist die bessere Wahl für eine VM mit Windows XP.

Das war der zweite Teil der Anleitung.

Anmerkungen, Kritik und Hinweise bitte ins PC Hilfe Forum.

Eigenbau Windows XP Mode für Windows 7 – Teil 1

Oktober 23rd, 2009 1 Comment »

Bei der Windows 7 Home Premium Version fehlt der vielbesprochene Windows XP Modus, in diesem virtuellen Windows XP kann man Programme ausführen die möglicherweise unter Windows 7 nicht funktionieren. Das Gute dabei ist, man braucht keine Windows XP Lizenz für diesen Modus. Wenn man eine Windows XP Lizenz besitzt, was die meisten XP Nutzer betrifft ;) kann man den Mode auch ganz einfach per selbstinstallierten Virtuellen Maschine nachinstallieren.

Es gibt zwei kostenfreie Möglichkeiten um eine virtuelle XP Maschine in Betrieb zu nehmen. Die erste Möglichkeit besteht darin Microsofts Virtual PC für diesen Zweck zu benutzen. Desweiteren kann man auch VirtualBox als Virtualisierer verwenden. Virtual Box kann ein paar Sachen mehr als Virtual PC und ist diesbezüglich mein Favorit.

Teil 1 -  Diese Anleitung bezieht sich auf Virtual PC 2007.

Zuerst benötigt man MS Virtual PC, diesen kann man kostenfrei auf der dazugehörigen Webseite von Microsoft runterladen. Es stehen eine 32 und 64Bit Version zur Auswahl.

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Die Installation von VirtualPC bringt eine Fehlermeldung das dieses Betriebssystem (Windows 7) nicht unterstützt wird. Diese kann getrost ignoriert werden.

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Nach der Erfolgreichen Installation kann man beginnen die Virtuelle Maschine einzurichten.

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Wir nennen den neuen Virtuellen PC Windows XP

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Aus der Voreinstellungen können wir Windows XP auswählen.

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Nun passen wir den Arbeitsspeicher an. Mit 512MByte sollte man gut mit Windows XP arbeiten können. Je nachdem wie viel realen Arbeitsspeicher der Hostrechner hat, muss man die Menge anpassen. Ich gehe davon aus, das in einem modernen Windows 7 PC mindestens 2GByte Arbeitsspeicher verbaut sind.

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Als nächstes muss die virtuelle Festplatte eingerichtet werden.

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Je nachdem was man mit der Virtuellen Maschine vor hat, muss man den Platzbedarf einschätzen. Ich wähle hier nur 4GByte, weil dies für das Tutorial ausreichend ist.

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Das war es der virtuelle PC ist einsatzbereit. Man kann noch die Einstellungen für die Maschine anpassen (Diskettenlaufwerk, Netzwerk, Hardwarebeschleunigung etc). Fragen dazu bitte im Forum stellen, die Standardeinstellungen funktionieren für die geplante virtuelle Maschine.

Nun benötigt man eine Windows XP CD oder ein passendes ISO Image. Der virtuelle PC kann von beiden aus booten und das Windows Setup starten.

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Die Installation verläuft genau wie auf einem physischen Computer.

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Nun ist der virtuelle Windows XP PC betriebsbereit. Alle Treiber sind bereits installiert und man kann sofort loslegen.

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Das war das erste Tutorial für Virtual PC 2007. Das zweite folgt mit einem virtuellen Windows XP auf einer VirtualBox Maschine.

Anmerkungen, Kritik und Hinweise bitte ins PC Hilfe Forum.

alte Spiele per VirtualPC wiederbeleben

Juli 10th, 2008 Kommentare deaktiviert

Jeder kennt das – man hat Windows XP oder Windows Vista und seine alten Spielefavoriten funktionieren nicht mehr.

games

Bevor man anfängt sich einen antiquierten Computer zusammenzuschrauben oder sich mit DOS BOX rumärgert, kann man es mit Microsoft’s VirtualPC probieren.

VirtualPC PC 2007 ist kostenlos und kann über die Microsoft Homepage runtergeladen werden. Die Virtuelle Maschine läuft unter Windows XP (64), Windows 2003 Server (64) und Windows Vista (64). Es steht jeweils eine 32 und eine 64Bit Version zu Download bereit, mit knapp 30MByte auch recht kompakt.

Sobald VirtualPC installiert ist kann man loslegen, vorausgesetzt man hat dies: 

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Eine gültige Lizenz für das Gastbetriebssystem ist Pflicht. Per VirtualPC kann man alle Windowsversionen, viele Linuxdistributionen und andere Betriebssysteme installieren.

Der Einrichtungsassistent für Virtuelle Computer hilft bei der Erstellung unserer Spielemaschine:

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Wir nennen unsere neue virtuelle Machine als Beispiel Windows 95.

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In diesem Dialog kann man vorgefertigte Einstellungen auswählen (Windows 98/NT/2000 XP usw).

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Als Standard werden 128MByte Arbeitsspeicher vorgeschlagen. Mit 128MByte kann Windows 95 gut umgehen, mehr als 192MB führen zu Probleme.

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Als nächstes benötigen wir eine virtuelle Festplatte, dies ist nichts weiter als eine Datei auf unserem Hostrechner, welche die gesamte Festplatte des Gastsystems enthält.

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Für Windows 95 und ein paar alte Spiele reichen 850MByte völlig aus.

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Fertig – der virtuelle PC ist einsatzbereit.

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Einstellungen für die virtuelle Maschine kann man jederzeit über den Optionendialog von Virtual PC ändern.

Jetzt kann der virtuelle Computer gestartet werden, er verhält sich wie jeder Computer ohne Betriebssystem.

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Nun kann man beginnen das Windows 95 zu installieren. Ich habe dazu von einer Windows 98 CD gebootet und per FDISK und FORMAT C, die Festplatte eingerichtet.

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Die Installation verläuft genau wie bei einem “echten” PC.

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Nun läuft der virtuelle PC und kann mit Spielen gefüttert werden.

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Anmerkungen:

Warum habe ich Windows 95 als Gastbetriebssystem gewählt?

Windows 98 lässt sich einfacher installieren (CD Boot/Setup), da ich dies aber bereits als Virtuelle Maschine habe, wollte ich unbedingt Windows 95 ausprobieren. Die kleinen Hürden bei der Installation sind für einen erfahrenen PC Nutzer leicht zu nehmen. Allen die sich mit DOS bzw. den frühen Windowsversionen nicht auskennen, empfehle ich Windows 98 als Gastsystem zu verwenden, da es schneller und einfacher zu benutzen ist, sowie gute Kompatibilität zu älteren Spielen gewährt. Der Weg ist in etwa der selbe.

Wie kann ich die ALT Gr Taste im virtuellen PC benutzen (z.B: für das @)?

Die Tasten STRG und ALT haben zusammen den selben Effekt.

Kann ich auf grafisch aufwendige Spiele über Virtual PC spielen?

Nein, es wird nur eine S3 Trio32 / 64 PCI 732/764 emuliert. Diese kann auch nicht geändert werden.

 

Für Fragen, Kritik oder sonstiges könnt ihr das Kontaktformular auf meiner Homepage benutzen. Dieser Beitrag wird aktualisiert: Stand 10.07.2008