Acer Aspire 3100 – Ein zweites Leben für alte Hardware

Februar 23rd, 2026 Kommentare deaktiviert für Acer Aspire 3100 – Ein zweites Leben für alte Hardware

Acer Aspire 3100 – Ein zweites Leben für alte Hardware

Ein Freund kam auf mich zu und fragte, ob ich ein altes Programm von ihm wieder zum Laufen bringen könne. Es handelt sich um eine Software aus der Windows‑2000‑Ära: ein reines 32‑Bit‑Programm, nicht installierbar, nur als Kopie auf einem Datenträger vorhanden. Ein kleines Verwaltungsprogramm mit eigener Datenbankstruktur und einer Menge historischer Datenstände.
Meine erste Überlegung war eine virtuelle Maschine, die er jederzeit starten könnte. Doch wie erklärt man einem Ü60‑Jährigen, der gerade so mit seinem Smartphone zurechtkommt, eine VM – geschweige denn, wie er Daten hinein- oder herausschiebt.
Die Lösung fand sich schließlich in einem Stapel alter Notebooks: ein Acer Aspire 3103, äußerlich im makellosen Zustand, natürlich mit defektem Akku – aber nach 20 Jahren kann man das verschmerzen.

Acer Aufkleber

Sogar die originalen Aufkleber prangen noch auf dem Gehäuse. Ein AMD Sempron 3400+ treibt das Gerät an, gespeichert wird auf einer 60‑GB‑IDE‑Festplatte. Das Display liefert eine spiegelnde, aber helle WXGA‑Auflösung.
Zu meinem Erstaunen startete ein frisches Windows 7 Home 32‑Bit schnell und ohne Murren. Das Notebook wurde bereits auf 2 GB RAM aufgerüstet und reagiert damit erstaunlich flott. Auch das besagte Programm läuft ohne großen Installationsaufwand – nur die Datenbanksuche dauert gefühlt eine Ewigkeit. Nichts für meine Geduld.
Was also tun?
Das Acer gehört noch zu jener Generation von Notebooks, die einen gesockelten Prozessor besitzen – hier ein AMD‑Sockel S1 der ersten Generation. Der Sempron 3400+ war zwar nicht der langsamste, aber definitiv am unteren Ende der Leistungsskala. Physisch sollten alle S1‑Modelle bis hin zum Turion 64 X2 TL‑60 passen, sofern das BIOS sie erkennt. Ein TL‑60 liegt in meiner Sammlung, also warum nicht ausprobieren.
Die Suche nach einem „aktuellen“ BIOS mit einer passenden AGESA‑Version gestaltete sich schwierig – nicht jede Seite, die ein BIOS anbietet, verfolgt gute Absichten. Mit Hilfe von Übersetzern wurde ich schließlich in einem südamerikanischen Reddit‑Thread fündig. Der Windows‑BIOS‑Updater funktionierte tadellos, also ging es an die Hardware.

Das Acer ist erfreulich wartungsfreundlich: Zwei große Klappen geben den Blick auf alle wichtigen Komponenten frei.

Acer Kühler

Es sind sechs Schrauben zu entfernen bevor man den Kühler abnehmen kann. Die Schrauben am CPU Sockel sind beschriftet.

Alte CPU

Die Wärmeleitpaste war nach all den Jahren natürlich steinhart. Wie man sieht ist der neue DIE erheblich größer, wird aber vom Kühler komplett erfasst. Nicht zu vergessen ist der Chipsatz. Auch da neue Paste bzw. Wärmeleitpad aufkleben.

Der CPU Tausch ist denkbar einfach Sockel öffnen, CPU einsetzen, Lüfter montieren, einschalten – und hoffen. Und siehe da: Es läuft.

Hat sich die Transplantation gelohnt?

Laut Benchmark mehr als eine Verdopplung der Leistung. Das alte Programm profitiert zwar nur begrenzt vom höheren Takt und größeren Cache, aber das gesamte System fühlt sich deutlich schneller an – vor allem dank des zweiten Prozessorkerns.


Fazit:
Manchmal lohnt es sich, gut erhaltene Consumer‑Hardware aufzuheben. Das Acer‑Notebook hat nun einen neuen Zweck gefunden und wird seinem Besitzer noch hoffentlich einige Jahre gute Dienste leisten.

Chemnitzer Linuxtage 2025

März 19th, 2025 Kommentare deaktiviert für Chemnitzer Linuxtage 2025

Dieses Wochenende (22.-23. März 2025) finden wieder die Chemnitzer Linuxtage statt. Die Chemnitzer Linux Tage ziehen jährlich mehrere Tausend Besucher an, das wird im Kulturhauptstadtjahr sicherlich genau so werden. Sie bieten wieder viele Vorträge sowie Workshops und Informationsstände an. Einen offiziellen Plan der Workshops findet man hier und der Vorträge die wie jedes Jahr Live gestreamt werden – hier.

CLT 2025

Alle Informationen findet man auf der offiziellen Homepage.

Der Eintritt ist bei €12 Euro geblieben.

Windows 11 auf Proxmox

Dezember 7th, 2024 Kommentare deaktiviert für Windows 11 auf Proxmox

Windows 11 auf Proxmox Server

 

Windows 11 läuft problemlos in virtuellen Maschinen trotz TPM und andere Hardware Voraussetzungen.

Was benötigt man für den reibungslosen Betrieb?

Eine (aktuelle) Windows 11 ISO und das Treiberpaket der Virtuellen Maschinen VirtIO.

Auf die Einrichtung eines Proxmox VE gehe ich jetzt nicht ein, vielleicht in einem Anfängerguide in naher Zukunft.

 

Wir erstellen eine neue Virtuelle Maschine:


Wählen einen geeigneten Namen, eine ID und kreuzen unten das Erweitert Feld an. Mit Vorwärts geht es in die zweite Maske:

Dort wählen wir die zuvor Heruntergeladene und auf den Proxmox PVE gespeicherte ISO Datei von Windows aus. Bei Gast Betriebssystem Microsoft Windows auswählen, die Version sollte automatisch erkannt werden. Jetzt kreuzen wir Zusätzliches Laufwerk für VirtIO Treiber hinzufügen an, und wählen das virtio.iso aus.

Das nächste Fenster ist wichtig für die TPM Einstellungen für das Virtuelle Windows 11. Das UEFI BIOS sowie das TPM Modul müssen im Selben Speicher abgelegt sein, sonst funktioniert es nicht und Windows verweigert die Installation.

Bei der virtuellen Festplatte wählt man SCSI, den Ort der Speicherung auf dem Server und die Größe aus. SSD Emulation kann man ankreuzen, dann erkennt das Virtuelle Windows die Festplatte korrekt als SSD (Vorausgesetzt der Speicher des PVE ist eine SSD).

In der Prozessoreinstellung geben wir der Maschine genügend CPU Kerne und beim Typ x84-v2-AES um sicher zu gehen. Alle anderen Einstellungen kann man Standard lassen, bzw. an seine Host Prozessor anpassen.

Bei der Arbeitsspeichereinstellung sollte man mindestens 8GB RAM der VM zuweisen.

Bei den Netzwerkeinstellungen kann man natürlich seinen Vorlieben (VLAN etc) nach auswählen bzw. alles anpassen. Ich lasse es als Beispiel mal als VirtIO paravirtualized stehen.

Jetzt bestätigen wir die ganze Konfiguration und schon kann man die VM starten.

 

Die Installation von Windows 11 habe ich im folgenden Video zusammengefasst mit den einzelnen Schritten  der Treiberinstallation.

 

Jetzt läuft die normale Windows 11 Installation durch. Wenn man die üblichen Tricks zwecks der Vermeidung des MS Kontos anwenden will, zieht man das virtuelle Netzkabel einfach ab. Dies kann man über die Konfiguration der VM tun:

Das war die Installation von Windows 11 auf einem Proxmox Server.

Wie man Geräte wie USB Dongles, Grafikkarten und andere Peripherie zu der VM durchreichen kann, erkläre ich im nächsten Blog Eintrag.

Reaktivierung/Neustart

Juni 20th, 2024 Kommentare deaktiviert für Reaktivierung/Neustart

Diese Homepage besteht jetzt schon mehr als 25 Jahre, anfangen als statische Webseite eines Teenagers. Danach als Technik Blog eines Studenten und Tipps und Tricks eines ITlers. Lange wurde kein neuer Inhalt hinzugefügt, das wird sich aber in der nächsten Zeit ändern.
Beim Aufräumen meiner Lagerhalle sind mir so einige Sammlerstücke der Computer- und Technikgeschichte in die Hände gefallen. Für viele davon lohnt es sich einen genaueren Blick auf diese zu werfen. Viele davon haben bereits einen Artikel auf dieser Homepage, wie schlagen sich zum Beispiel Apple PowerMac G4 oder das Power Book 3400C heute? Meine Sammlung von PDAs verlangt auch nach einer genauen Überprüfung, funktionieren Apple Newton, Philips Nino, HP Jornada, Palm Pilot usw. noch? Eine Palette mit PCs quer durch von 386er bis zum ersten 64Bit freut sich auch auf einen Funktionstest. Das alles werde ich hier und auf meinem YouTube Kanal dokumentieren.

HD Version nicht verfügbar…

Dezember 26th, 2014 No Comments »

Amazon Instant Video was im 49 Euro Paket Amazon Prime enthalten ist, gibt Filme und Serien in HD wieder. Jedoch nur wenn ein Monitor per HMDI oder DVI mit HDCP angeschlossen ist. Sobald mehrere Monitore angeschlossen sind, und einer davon nur Analog (per VGA) angesteuert wird, ist es vorbei mit dem HD Vergnügen. Mit einem kleinen Trick lässt sich der Kopierschutz HDCP austricksen, damit man HD Filme auf seinen mit HDCP versehenen Monitor anschauen kann.

Die meisten Grafikkarten bzw. Mainboards bieten neben DVI, VGA, Display Port einen HDMI Anschluss. Mit einem Adapter von HDMI auf VGA, kann man an diesen einen alten analogen Monitor anschließen. Im System wird dieser dann aber Digital per HDMI “angesteuert” und bietet somit HDCP Verschlüsselung.

Der nachfolgende Adapter funktioniert ohne Probleme, auch ohne zusätzliche Stromzufuhr.

Für knapp 15 Euro kann man seinen alten Monitor behalten und muss keinen Zweitmonitor mit DVI kaufen…