Nov 19

Intel war wieder fleißig und hat sein Portfolio von Stromsparenden x86 Prozessoren ausgebaut. Die neuste Generation des Intel Atom steht in den Startlöchern, die Cedarview Kerne entstehen im 32nm Prozess und sind durchweg Dualcore Prozessoren. Neben MMX, SSE, SSE2, SSE3, SSSE3, Intel 64, XD-Bit, verfĂŒgen die CPUs je nach Modell auch ĂŒber Hyper-Threading und Intels Stromsparfunktion EIST (Enhanced Intel SpeedStep Technology). Als integrierter Grafikkern kommen entweder der Intel GMA-3600 oder der GMA-3650 zum Einsatz, die jeweils DX10.1 sowie OpenGL 3.0 kompatibel sind und FullHD Playback ermöglichen sollen. Mit 640MHz (GMA-3650) Shader und Core Geschwindigkeit sind diese schneller getaktet als ihre VorgĂ€nger GMA 3150 (400MHz). Mit maximal 10 TDP sind die fĂŒr Nettops gedachten Prozessoren der D2xxx Serie um ein Drittel sparsamer als ihre VorgĂ€nger der D5xx Serie. Die fĂŒr Netbooks ausgelegten Doppelkerner mit HT der N2xxx Serie verbrauchen mit ihren maximal 6,5 Watt auch weniger als ihre VorgĂ€nger. Der maximale Speicherausbau liegt bei 4GByte Single-Channel DDR3 SO-DIMM mit 1066 MHz.

Neu in der Übersicht ist auch der Atom N435 mit 1,33GHz Takt, welcher fĂŒr extrem kostengĂŒnstige Netbooks gedacht ist. Neben nur 5 Watt TDP zeichnet die CPU der integrierte Grafikkern GMA-600 aus. Dieser ist etwas LeistungsfĂ€higer als der GMA-500 und soll den niedrigeren Takt des N435 kompensieren. Dieser Prozessor ist zum Beispiel in dem 169 Euro teuren Asus EEEPC X101 verbaut und reicht vollkommen fĂŒr Intels Betriebssystem Meego. Andere Hersteller ziehen mit den echten Erben des originalen EEE PC nach (Acer Aspire One Happy 2, Samsung N100, Lenovo Ideapad S100).

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Fragen, Anregungen oder Kritik bitte ins Forum.

Sep 19

Letztes Jahr habe ich diese Übersicht erstellt. Nun ist es mal wieder Zeit die aktuellen Atomprozessoren vorzustellen. Intel war fleißig und hat eine neue Generation der leistungsschwachen aber dafĂŒr energiesparenden Prozessoren zu entwickelt. Die aktuelle Generation hat den Codenamen Pineview und enthĂ€lt wie die aktuellen Core i und alle AMD Prozessoren einen integrierten Speichercontroller fĂŒr DDR2 bzw. DDR3 RAM. Dazu gesellt sich ein integrierter Grafikkern (GMA 3150). Alle neuen Atoms werden in 45nm Prozess gefertigt und werden mit 0,8–1,175 V angesteuert. Da der Chipsatz nun wegfĂ€llt ist es fĂŒr Chipsatzhersteller schwieriger in Intels GeschĂ€ft einzugreifen. Einzig NVIDIA bindet den beliebten ION Grafikkern per PCI Express 1x an den Prozessor an. Damit kann auch der neue Atom mit HD Material umgehen und je nach Gebrauch den ION als CUDA Device zuschalten.

Die fĂŒr Netbooks gedachten CPUs Atom N450 bis N570 können ihre Spannung sowie den Takt per Intel EIST verringern. Dieses Feature fehlt den Single –und Dualcore Atoms der Baureihe D410 bis D525. Prozessoren mit der Typenbezeichnung xx5 können zudem mit DDR3 Speicher umgehen. Die neuste Version ab N550 (Dualcore) kann nur noch DDR3 Speicher ansprechen. Neu ist der 64Bit Code den jetzt alle Atoms verstehen, die Version N470 hat zudem noch den SSE4.1 Befehlscode integriert. Alle andere Versionen mĂŒssen wie gehabt mit MMX-SSE3 auskommen, Hyper-Threading hat Intel beibehalten. Die Virtualisierungsfunktion Intel VT beherrschen die Prozessoren dagegen nicht.

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Diese Übersicht wurde Juli 2011 aktualisiert.

Dez 16

Aktuell findet man drei verschiedene Typen von Intel ATOM Prozessoren auf den Markt. Am hĂ€ufigsten anzutreffen ist die Version N270, da diese Version mit Diamondville-Kern in fast jedem Netbook verbaut wird. In letzter Zeit doch hĂ€ufiger (billig Barebones, SONY, ASUS EeePC 1008HA und TOSHIBA) wird der N280 in Netbooks verwendet, dieser hat im Gegensatz zum N270 einen FSB von 166MHz und arbeitet deshalb mit 1666MHz etwas schneller als der mit 1600MHz und FSB 133 getaktete N270. Beide verfĂŒgen ĂŒber 512KByte Cache, MMX, SSE/2/3, XD-Bit, Hyper-Threading und  Enhanced Intel SpeedStep Technology (EIST). Da die N270/280 Prozessoren in letzter Zeit auch mit NVIDIAs ION Chipsatz verbaut werden, schmerzt die fehlende 64Bit UnterstĂŒtzung, da der 9400M mehr als 4GByte Arbeitsspeicher verwalten kann. Auch Intels Virtualisierungsfunktion INTEL-VT fehlt bei den N270/280. Beide Versionen verbrauchen nur erfreuliche 2,5Watt.

In Nettops (und im neuen 12Zoll Netbook von Asus EeePC 1201N), kommen die Atom Prozessoren der Serie 230 (Einzelkern) und 330 (Doppelkern) zum Einsatz. Neben den Funktionen der N270/280 verfĂŒgen die beiden Prozessoren ĂŒber den 64Bit Befehlssatz, haben aber keine Stromsparfunktion (EIST). Der Doppelkernatom 330 besteht aus zwei einzelnen 230 Dice, der Stromverbrauch verdoppelt sich von 4 auf 8Watt.

Die dritte aktuelle ATOM Baureihe ist die Z-Serie mit Silverthorne-Kern mit 512KByte Cache, verfĂŒgt nur teilweise ĂŒber Intel VT und Hyper Threading. Die am hĂ€ufigsten anzutreffende Version ist der mit 1,33GHz getaktete ATOM Z520. Weniger findet man die schnelleren Z530 (1,6GHz) und Z540 (1,86GHz) in aktuellen Netbooks. Mit einem Verbrauch von maximal 2,64Watt (Z540), sind die Prozessoren gemessen an ihrer Leistung noch sparsamer als die Diamondville Kollegen. Die Prozessoren werden in Netbooks (Asus EeePC 1101HA, Z520), MIDS sowie Nettops und im Embedded Bereich verbaut.

Alle Atoms haben gemein, dass sie direkt auf die Boards gelötet (441- oder 437-ball ”FCBGA) werden und somit ein Austausch unmöglich ist.

Bechmarkvergleiche der einzelnen Baureihen folgen. Einzelne Ergebnisse findet man im Archiv der Webseite hier und hier.

Im FrĂŒhjahr 2010 sollen die neuen ATOM Prozessoren der Baureihen N450/N460 in 32nm Fertigungsprozess auf den Markt kommen. Die Pine Trail genannte Baureihe soll die Diamondville Generation ablösen. FĂŒr Nettops sind die Baureihen D410 (Einkern) und D510 (Doppelkern) gedacht. Die Taktraten sollen denen der VorgĂ€nger entsprechen.

Folgende Tabelle beinhaltet nur die fĂŒr den “heimgebrauch” verfĂŒgbare ATOM Prozessoren. Die fĂŒr den Embedded Bereich gedachten CPUs habe ich bewusst weggelassen. Eine komplette Übersicht der Z Serie findet man auf den Technologieseiten von Intel.

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Mrz 30

Obwohl die Netbooks komplette PCs sind haben sie dennoch Einschränkungen die einen problemlosen Betrieb mit Standardlinuxversionen verhindern bzw. erschweren. Zum einen haben die meisten Netbooks nur beschränkten Speicherplatz (EeePC 701/90x, Acer One 1xx usw.) durch eingebaute SSD, zum anderen verfügen die Netbooks über eine geringe Bildschirmauflösung die ein ergonomisches Arbeiten mit normalen Betriebssystem einschränkt. Abhilfe schaffen angepasste Linuxdistributionen. Diese Linuxvarianten bringen alle Treiber für die Netbookstypische Hardware mit (WebCam, Displayauflösung, Atomprozessor etc).
Aber wie bekommt man ein neues Betriebssystem auf ein Netbook ohne DVD/CD Laufwerk?
Neben der Möglichkeit ein externes USB Laufwerk anzuschliessen, bieten die Netbooks eine Bootoption per USB oder Cardreader an. Wie man ein runtergeladenes ISO einer Linuxdistribution brennt will ich hier nicht erklären, das ist PC Grundwissen. Aber wie man das ISO auf einen USB Stick bekommt und davon das Netbooks bootet werde ich kurz erläutern.

Was braucht man dafür?
Einen USB Stick mit mindestens 1GB Speicher und das kleine Tool Namens UNetbootin*.
Nachdem man das kleine Tool runtergeladen hat, braucht man nur den leeren USB Stick (oder leere SD Karte) anzuschliessen und die gewünschte ISO Datei wählen.

Den USB Stick oder die SD Karte (im Kartenleser) als Ziellaufwerk auswählen und schon kann es losgehen.
Nachdem das Tool das Image auf den USB Stick (oder SD Karte) installiert hat, ist die Linuxdistribution einsatzfähig.

Um von dem USB Stick oder der SD Karte zu booten muss man beim Start des Netbooks den USB Stick bzw. die SD Karte auswählen. Die Bootmediumauswahl beim EeePC und dem Acer One funktioniert über die gedrückte ESC Taste beim Start. Wenn die ESC Taste nicht funktioniert kann man auch die Booteinstellungen im BIOS ändern. Ein Blick ins Handbuch des jeweiligen Netbooks gibt dazu auch Auskunft.

Das folgende Video eines kompletten Bootvorganges ist ohne Sound, zeigt aber die Bootmediumauswahl und das komplette Hochfahren von EasyPeasy 1.0.

Je nach Geschwindigkeit des USB oder der SD-Karte dauert das Starten des System zwischen drei bis 7 Minuten. Im Beispielvideo wird EasyPeasy 1.0 per USB Stick gebootet. Bis das System richtig hochgefahren ist vergehen knapp Sechs Minuten. Wenn das System auf der SSD (oder Festplatte) des Netbooks installiert ist, dauert das Booten nicht mehr als ein bis zwei Minuten.

Die Diskussion zu dem Thema findet in diesem Thread statt. Für Fragen und Anmerkungen stehe ich im Forum zur Verfügung. Es folgt noch eine Übersicht von Linuxdistributionen für Netbooks.

*Von Unetbootin ist eine Windows und Linuxversion erhältlich.

Okt 19

Noch ein paar Sachen zu den “inneren Werten” des Asus EeePC 1000H.

FĂŒr den Atom Prozessor hat Intel seine Hyper Threading Funktion wieder reanimiert. Der Atom 270 gaukelt dem Betriebsystem demnach einen Dualcore Prozessor vor.

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Die HT Funktion beschert dem kleinen Prozessor eine beachtliche Rechenleistung und beschleunigt das System im Vergleich zum Celeron M des alten EeePC merklich.

Im Auslieferungszustand zeigt sich der Asus EeePC 1000H mit einem sauber Installierten Windows XP Home mit Service Pack 3.

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Die Grafikbeschleunigung ĂŒbernimmt Intels i945GME Chipsatz.

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