Dez 16

Aktuell findet man drei verschiedene Typen von Intel ATOM Prozessoren auf den Markt. Am häufigsten anzutreffen ist die Version N270, da diese Version mit Diamondville-Kern in fast jedem Netbook verbaut wird. In letzter Zeit doch häufiger (billig Barebones, SONY, ASUS EeePC 1008HA und TOSHIBA) wird der N280 in Netbooks verwendet, dieser hat im Gegensatz zum N270 einen FSB von 166MHz und arbeitet deshalb mit 1666MHz etwas schneller als der mit 1600MHz und FSB 133 getaktete N270. Beide verfügen über 512KByte Cache, MMX, SSE/2/3, XD-Bit, Hyper-Threading und  Enhanced Intel SpeedStep Technology (EIST). Da die N270/280 Prozessoren in letzter Zeit auch mit NVIDIAs ION Chipsatz verbaut werden, schmerzt die fehlende 64Bit Unterstützung, da der 9400M mehr als 4GByte Arbeitsspeicher verwalten kann. Auch Intels Virtualisierungsfunktion INTEL-VT fehlt bei den N270/280. Beide Versionen verbrauchen nur erfreuliche 2,5Watt.

In Nettops (und im neuen 12Zoll Netbook von Asus EeePC 1201N), kommen die Atom Prozessoren der Serie 230 (Einzelkern) und 330 (Doppelkern) zum Einsatz. Neben den Funktionen der N270/280 verfügen die beiden Prozessoren über den 64Bit Befehlssatz, haben aber keine Stromsparfunktion (EIST). Der Doppelkernatom 330 besteht aus zwei einzelnen 230 Dice, der Stromverbrauch verdoppelt sich von 4 auf 8Watt.

Die dritte aktuelle ATOM Baureihe ist die Z-Serie mit Silverthorne-Kern mit 512KByte Cache, verfügt nur teilweise über Intel VT und Hyper Threading. Die am häufigsten anzutreffende Version ist der mit 1,33GHz getaktete ATOM Z520. Weniger findet man die schnelleren Z530 (1,6GHz) und Z540 (1,86GHz) in aktuellen Netbooks. Mit einem Verbrauch von maximal 2,64Watt (Z540), sind die Prozessoren gemessen an ihrer Leistung noch sparsamer als die Diamondville Kollegen. Die Prozessoren werden in Netbooks (Asus EeePC 1101HA, Z520), MIDS sowie Nettops und im Embedded Bereich verbaut.

Alle Atoms haben gemein, dass sie direkt auf die Boards gelötet (441- oder 437-ball µFCBGA) werden und somit ein Austausch unmöglich ist.

Bechmarkvergleiche der einzelnen Baureihen folgen. Einzelne Ergebnisse findet man im Archiv der Webseite hier und hier.

Im Frühjahr 2010 sollen die neuen ATOM Prozessoren der Baureihen N450/N460 in 32nm Fertigungsprozess auf den Markt kommen. Die Pine Trail genannte Baureihe soll die Diamondville Generation ablösen. Für Nettops sind die Baureihen D410 (Einkern) und D510 (Doppelkern) gedacht. Die Taktraten sollen denen der Vorgänger entsprechen.

Folgende Tabelle beinhaltet nur die für den “heimgebrauch” verfügbare ATOM Prozessoren. Die für den Embedded Bereich gedachten CPUs habe ich bewusst weggelassen. Eine komplette Übersicht der Z Serie findet man auf den Technologieseiten von Intel.

atom

Mrz 30

Obwohl die Netbooks komplette PCs sind haben sie dennoch Einschränkungen die einen problemlosen Betrieb mit Standardlinuxversionen verhindern bzw. erschweren. Zum einen haben die meisten Netbooks nur beschränkten Speicherplatz (EeePC 701/90x, Acer One 1xx usw.) durch eingebaute SSD, zum anderen verfügen die Netbooks über eine geringe Bildschirmauflösung die ein ergonomisches Arbeiten mit normalen Betriebssystem einschränkt. Abhilfe schaffen angepasste Linuxdistributionen. Diese Linuxvarianten bringen alle Treiber für die Netbookstypische Hardware mit (WebCam, Displayauflösung, Atomprozessor etc).
Aber wie bekommt man ein neues Betriebssystem auf ein Netbook ohne DVD/CD Laufwerk?
Neben der Möglichkeit ein externes USB Laufwerk anzuschliessen, bieten die Netbooks eine Bootoption per USB oder Cardreader an. Wie man ein runtergeladenes ISO einer Linuxdistribution brennt will ich hier nicht erklären, das ist PC Grundwissen. Aber wie man das ISO auf einen USB Stick bekommt und davon das Netbooks bootet werde ich kurz erläutern.

Was braucht man dafür?
Einen USB Stick mit mindestens 1GB Speicher und das kleine Tool Namens UNetbootin*.
Nachdem man das kleine Tool runtergeladen hat, braucht man nur den leeren USB Stick (oder leere SD Karte) anzuschliessen und die gewünschte ISO Datei wählen.

Den USB Stick oder die SD Karte (im Kartenleser) als Ziellaufwerk auswählen und schon kann es losgehen.
Nachdem das Tool das Image auf den USB Stick (oder SD Karte) installiert hat, ist die Linuxdistribution einsatzfähig.

Um von dem USB Stick oder der SD Karte zu booten muss man beim Start des Netbooks den USB Stick bzw. die SD Karte auswählen. Die Bootmediumauswahl beim EeePC und dem Acer One funktioniert über die gedrückte ESC Taste beim Start. Wenn die ESC Taste nicht funktioniert kann man auch die Booteinstellungen im BIOS ändern. Ein Blick ins Handbuch des jeweiligen Netbooks gibt dazu auch Auskunft.

Das folgende Video eines kompletten Bootvorganges ist ohne Sound, zeigt aber die Bootmediumauswahl und das komplette Hochfahren von EasyPeasy 1.0.

Je nach Geschwindigkeit des USB oder der SD-Karte dauert das Starten des System zwischen drei bis 7 Minuten. Im Beispielvideo wird EasyPeasy 1.0 per USB Stick gebootet. Bis das System richtig hochgefahren ist vergehen knapp Sechs Minuten. Wenn das System auf der SSD (oder Festplatte) des Netbooks installiert ist, dauert das Booten nicht mehr als ein bis zwei Minuten.

Die Diskussion zu dem Thema findet in diesem Thread statt. Für Fragen und Anmerkungen stehe ich im Forum zur Verfügung. Es folgt noch eine Übersicht von Linuxdistributionen für Netbooks.

*Von Unetbootin ist eine Windows und Linuxversion erhältlich.

Okt 19

Noch ein paar Sachen zu den “inneren Werten” des Asus EeePC 1000H.

Für den Atom Prozessor hat Intel seine Hyper Threading Funktion wieder reanimiert. Der Atom 270 gaukelt dem Betriebsystem demnach einen Dualcore Prozessor vor.

taskmagr

Die HT Funktion beschert dem kleinen Prozessor eine beachtliche Rechenleistung und beschleunigt das System im Vergleich zum Celeron M des alten EeePC merklich.

Im Auslieferungszustand zeigt sich der Asus EeePC 1000H mit einem sauber Installierten Windows XP Home mit Service Pack 3.

system

Die Grafikbeschleunigung übernimmt Intels i945GME Chipsatz.

gpu-z1

Okt 18

Etwas zu den inneren Werten des neuen großen EeePCs. Neben der normalgroßen Notebookfestplatte ist der Prozessor aus Intels neuer Atomreihe wohl das Interessanteste an dem neuen EeePC.

Zur Zeit sind nur drei Arten von Intels Atom auf dem Konsumermarkt zu finden. In den Netbooks werkelt der Intel Atom 270, in verschiedenen Nettops der Atom 260 und in naher Zukunft der Atom 330. Die Prozessoren unterscheiden sich nur in ihrem TDP (Thermal Design Power), ihren Stromsparfunktionen sowie der 64Bit Verarbeitung. Der Atom 260 hat ein TDP von nur 2,5Watt und beherrscht Intels Enhanced Speedstep (siehe Bilder weiter unten). Die Nettoptypen besitzen zudem Intels 64Bit Befehlssatz und haben ein TDP von 4 respektive 8 Watt für den Doppelkern Atom 330 ohne Speedstep. Der Takt von 1,6GHz bei einem FSB von 533MHz, sowie der 512KByte große Cache und die Befehlssätze MMX, SSE, SSE2, SSE3, SSSE3. Bei dem Doppelkern Atom 330 handelt sich einfach um zwei Atom 270 auf einem Träger.

Die verschiedenen Speedstep Zustände im Überblick:

 

cpu-z1cpu-z2cpu-z3cpu-z5

Auf der Homepage von Intel findet man eine ganze Menge Infos und Dokumente die den Atomprozessor betreffen: Intel Webseite zu ATOM

Als einzigen “Benchmark” habe ich bisher BOINC benutzt, zu mehr fehlte mir bis jetzt die Lust ;)

Im SSE optimierten Seti@Home erreichte der Atom 260 im EeePC 1000H folgendes Ergebnis:

boinc

Ausführliche Benchmark’s findet man z.B.: auf dieser Webseite. Je nach Lust und Laune werde ich die gängigen kostenlosen Benchmarkprogramme ausprobieren.

 

Okt 05

Mein erster Blick auf den großen EeePC.

1000H_eee

Kurz zu den technischen Daten:

CPU Intel Atom N270 1.60GHz
Festplatte 160 GByte 2,5″ Samsung oder Seagate an SATA1
Arbeitsspeicher 1024MByte DDR2 PC533 SO DIMM
Display 10,2 Zoll WSVGA non-glare TFT mit 1024×600Pixel
Netzwerk 10/100 Mbps Ethernet und 802.11b/g/n Wi-Fi (PCIe), Bluetooth
Anschlüsse VGA, 3x USB 2.0, Sound Speaker/Mikrofon, Netzteil
Kartenleser MMC/SD Kartenleser auch für SDHC geeignet
Soundkarte Intel HD 7.1 HD Audio Chip mit Stereolautsprechern und Mikrofon
Webcam eingebaute WebCam mit 1,3MP
Akku 6 Zellen Akku für bis zu 7h Laufzeit
Gewicht 1440 Gramm
mitgliefertes Zubehör Akku, Netzteil, Tasche (Sleeve), Handbuch, Schnellstartanleitung, Windows Recovery DVD, Tuch für Display

Preis 429 Euro

Was war alles in der Packung?

1000h_liefer

Der Asus EeePC 1000H ist etwas größer als der Ur-EeePC 701G, was der Ergonomie sehr entgegen kommt. Die Tastatur lässt sich besser bedienen und von der größeren Displayfläche und Auflösung ganz zu schweigen. Das Touchpad ist deutlich besser als alte und lässt sich eben so gut bedienen wie das Touchpad des 90x.

1000H_keyboard_german

 

Mit knapp 1,5Kg ist der 1000H auch um 50% schwerer als der 701G. In den Abmessungen schlägt sich auch die große 2,5″ Festplatte nieder. Der Asus EeePC 1000 (ohne H) mit der eingebauten 40GB SSD ist deutlich schmaler.

1000hvs701G

Das Netzteil ist auch neu und nicht mehr als Steckernetzteil ausgelegt (oben 1000H unten 701G).

netzteil

Wie schon beim 90x sind alle austauschbaren Bauteile unter einer großen Klappe auf der Rückseite zu erreichen. Der Arbeitsspeicher lässt auf maximal 2GB aufrüsten, wobei das dann nicht mehr der MS Bestimmungen für die kostengünstige XP Lizenz entspricht. Da nur ein DDR2 SODIMM verbaut werden kann, bleibt man auf dem mitgelieferten 1GB Modul sitzen.

1000H_backside

Mehr folgt sobald ich das Netbook ausgiebig getestet habe. Unter anderem will ich Linux (es gibt ein Xandros für den 1000H) installieren und ein paar Benchmarks durchführen um den Atom etwas auf den Zahn zu fühlen.